Symbolische Übergabe: Coaching Scheck der Rid-Stiftung

Mittwoch, 31.05.2017

Aktionsgemeinschaft Aichach bekommt von der Rid-Stiftung zwei Jahre Coaching


Damit die Aichacher Innenstadt lebendig bleibt, bekommt die Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) ein Coaching der Rid-Stiftung. Bei der Scheckübergabe: (von links) Robert Burkh
Zu recht Stolz ist die Aktionsgemeinschaft Aichach auf den Gewinn des zweijährigen Coachings durch die cima über die Rid-Stiftung

Damit die Einkaufsstadt Aichach noch attraktiver wird

Ein Artikel von Claudia Bammer am 31.05.2017
in Aichacher Nachrichten Orginal: http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Damit-die-Einkaufsstadt-Aichach-noch-attraktiver-wird-id41609906.html

Aktionsgemeinschaft bekommt von der Rid-Stiftung zwei Jahre lang professionelle Hilfe, um sich für die Zukunft fit zu machen. Die Konkurrenz durch den Onlinehandel ist nur eines der Themen

Der Einzelhandel steht vor vielen Herausforderungen: Die Kunden ändern ihr Verhalten, der demografische Wandel macht sich bemerkbar, die Konkurrenz durch den Onlinehandel wächst. Wie lässt sich die Zukunft in Aichach gut gestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) mit professioneller Unterstützung. Sie hat sich als eine von drei Werbegemeinschaften unter 29 Bewerbern durchgesetzt und von der Rid-Stiftung den Zuschlag für ein kostenloses zweijähriges Coaching im Wert von 15000 Euro bekommen. Am Montagabend überreichte Vorständin Michaela Pichlbauer der Aga den Scheck und gab so das Startsignal.

Pichlbauer stellte die Rid-Stiftung und ihre Zielsetzung vor (siehe Infokasten). Bei dem Coaching, das die Aga nun bekommt, werde besonderes Gewicht auf Kooperation gelegt, erläuterte sie. An der Bewerbung der Aga habe die Stiftung besonders der Ausdruck „Ois beinand“ im Namen begeistert. Sie lobte auch den strategischen Ansatz – mehr Zusammenarbeit innerhalb der Aga und mit Partnern.

Ausgearbeitet hat die Bewerbung Andreas Ulrichs, der kürzlich als Aga-Vorsitzender zurückgetreten ist, gemeinsam mit Hannes Ziegler und Martin Fischer. In den Arbeitsgruppen will sich Ulrichs aber nach wie vor einbringen, sagte er zu. Er betonte die Chancen für die Aga. Das Coaching sei eine Initialzündung, auch um neue Kompetenzen im Verein zu entwickeln. „Lebenslanges Lernen ist immer überlebenswichtig“, betonte er.

Wolfgang Puff, Geschäftsführer des Bezirks Schwaben im Handelsverband Bayern (HBE), sah in dem Coaching „ein ganz hervorragendes Instrument“ für Werbegemeinschaften. Aichach stellten er und Andreas Gärtner vom HBE-Referat Handelsförderung ein gutes Zeugnis aus. Die Stadt verfüge über einen guten Branchenmix mit besonderen, inhabergeführten Geschäften, so Gärtner. Dass Aichach so gut dasteht, führte er auf die „sehr engagierte“ Aga und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt zurück. Wolfgang Puff warnte aber, es gebe Städte vergleichbarer Größe, wo es anders aussehe. „Wenn die Erosion losgeht, dann haben Sie verloren“, warnte er eindringlich. Deshalb gelte es, die vorhandene Struktur zu halten und sich der Herausforderung der Digitalisierung zu stellen. „Wir können das Feld nicht nur Amazon überlassen“, betonte er. Puff plädierte unter anderem für einen gemeinsamen Onlineauftritt als digitales Telefonbuch. Gärtner sah für Städte wie Aichach noch eine andere Gefahr: Sie könnten im Spannungsfeld zwischen dem Erlebniseinkauf in der Großstadt und der Nahversorgung, die im Umland – zum Beispiel in Pöttmes, Aindling und Affing – ausgebaut wird, in der Bedeutungslosigkeit versinken. Dennoch lautete sein Fazit: „Hier wird unglaublich viel richtig gemacht und engagiert gearbeitet. Sie haben eine gute Perspektive.“ Doch alle müssten gemeinsam daran arbeiten, die Attraktivität der Stadt weiter zu verbessern: als Ort zum Wohnen, Leben, Einkaufen und Arbeiten, als Wirtschaftsstandort und als Tourismus- oder Ausflugsziel.

Das ist auch das Ziel der Stadt, wie Bürgermeister Klaus Habermann versicherte. Die Stadt arbeite deshalb weiter an der Stadtentwicklung. Gemeinsam mit Schrobenhausen und der Universität Augsburg untersucht sie außerdem, ob eine lokale Onlineplattform eingerichtet wird. Der Aichacher Einzelhandel punkte mit persönlicher Beratung und einem besonderen Flair. Darauf müsse man abheben. Habermann betonte: „Wenn man nicht ständig versucht, besser zu sein, ist man irgendwann nicht mehr gut.“ Über das Coaching sagte er deshalb: „Das ist fast ein Ritterschlag.“

Fachlich begleiten wird das Coaching die Cima Beratung + Marketing GmbH. Projektleiter Achim Gebhardt erläuterte die nächsten Schritte. Erstes Thema wird der organisatorische Wechsel nach dem Rücktritt von Andreas Ulrichs sein. Wie berichtet, leitet die Zweite Vorsitzende Lisa Steinruck kommissarisch den Verein. Ein Termin für eine Neuwahl steht noch nicht fest. Weitere Themen sind die Mitgliedergewinnung und -bindung und eine intensivere Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und anderen Partnern. Bei den Veranstaltungen wie Kunstmeile oder verkaufsoffene Sonntage soll die Qualität weiter steigen. Die Digitalisierung wird ein weiterer Schwerpunkt sein.
...
Damit die Einkaufsstadt Aichach noch attraktiver wird - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Damit-die-Einkaufsstadt-Aichach-noch-attraktiver-wird-id41609906.html

« Zurück